Roger Federer

“Das Material, dass mich fasziniert, ist rohes, industrielles Eisen.”

Es kann mit den verschiedensten Techniken bearbeitet werden und ist aufgrund seiner gegensätzlichen Eigenschaften bestens dazu geeignet, die unterschiedlichsten Objekte herzustellen. Es ist extrem widerstandsfähig und stabil, und doch lässt sich das starre Metall in eine Darstellung weicher Materie verwandeln. Es ist farblos und grau, nimmt aber Licht und Farbe in sich auf, als würde es sich stets seiner Umgebung anpassen wollen.

Für mich ist es das optimale Material, um meiner Kreativität freien Lauf zu lassen und Bilder, Skulpturen, kreative Konstruktionen und andere Objekte zu gestalten. Es befähigt mich, meine komplexe innere Welt auszudrücken, wodurch meine Arbeiten auch immer sehr persönlich sind.  Sie sind ein formaler Ausdruck meines inneren selbst. Sie drücken verschiedenste Gegensätze aus – Krieg und Frieden, Hass und Liebe, das Offensichtliche und das Verborgene. In jeder Arbeit ist eine Botschaft verborgen, welche ihr einen individuellen Charakter verleiht und so ihre Komplexität ausmacht.

Die Verarbeitung des Materials schafft somit eine formale Veränderung, die auch zu einer semantischen Veränderung der Beziehung des Objekts zur Umwelt führt und gleichzeitig zusätzliche Bedeutungen und Inhalte vermittelt.

Während dem Arbeitsprozess begebe ich mich auf eine innere Reise der Befreiung, bei welcher langsam der Übergang vom inneren Bild zur konkreten Skulptur stattfindet. Dabei fasziniert mich stets aufs Neue, wie sich die Wirkung von Farbe und Licht der Umgebung verändert und dem fertigen Objekt immer wieder neuen Charakter verleiht.


Mein Werdegang

Meine Leidenschaft für Stahl und handwerkliche Arbeiten ist schon als Kind entstanden, da ich mich viel in Vaters Atelier in Widnau aufgehalten habe und teilweise auch selbst Hand anlegen durfte.

Die spätere berufliche Haupttätigkeit als Metallbauschlosser bereicherte meine technischen Fähigkeiten und das Wissen über die Eigenschaften und das Verhalten von Stahl. Dies motivierte mich, das Erlernte auch privat umzusetzen und etwas Neues zu schaffen. Ich begann, meine Liebe zur Rock-Musik und meine Faszination für Pyramiden und alte Kulturen in einer kreativen Art und Weise zum Ausdruck zu bringen, wodurch schlussendlich Steelworld entstand.